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Ungeschlagen

Ungeschlagen

Amateur-Tennis ist, wenn man damit prahlt seit Jahren ungeschlagen zu sein, weil man nach jahrelanger Tennis-Abstinenz zufällig sein erstes Match gewinnt.

Was wird im Sport nicht dauernd über Serien gesprochen und diskutiert. Ist jemand seit Tagen oder Wochen sieglos, dann gleicht das einer mittleren bis großen Katastrophe. Hat jemand aber seit eben jener Zeit kein Spiel mehr verloren, zeigt das, wie toll er bzw. sie ist und vor allem wie gut in Form.

Solch eine Serie wird also gerne mal herangezogen, um seinen Mitmenschen und natürlich auch seinem Gegenüber zu demonstrieren, was man drauf hat. Wer also behaupten kann, dass er seit Jahren ungeschlagen ist, der ist natürlich etwas ganz besonderes! Selbst ein FC Bayern muss sich ab und an damit begnügen, dass er mal ein Tor weniger schießt als sein Gegner. Auch Roger Federer, Novak Djokovic, Rafael Nadal, Serena Williams oder unsere Vorzeigespieler Angelique Kerber und Alexander Zverev verlieren in regelmäßigen Abständen mal ein Match. Ein ganzes Jahr ohne Niederlage zu bestehen, das ist schon eine unglaubliche Leistung.

Nun gibt es im Amateur-Tennis aber einige Spieler, die sind nicht nur innerhalb eines Jahres nicht bezwungen worden, sondern sogar über Jahre hinweg! Ist das nicht Weltklasse?! Die einzige Frage, die sich hier stellt, ist, wann sehen wir ihn oder sie auf der Profirunde? Die einzige richtige Antwort hierfür ist: Nie! Denn wer nicht spielt, der kann auch nicht verlieren. Natürlich ist es ziemlich blöd zu sagen, man hat nicht gespielt und ist deswegen nicht bezwungen worden. Der Amateur-Tennisspieler bzw. die Amateur-Tennisspielerin ist ja aber auch ein schlaues Füchschen. By the way: Tut ihr euch auch so schwer wie ich damit, das Wörtchen „Füchschen“ zu lesen? Naja jedenfalls gönnt man sich diesen Status der Unbesiegbarkeit sinnvollerweise erst dann, wenn man auch ein Match gewonnen hat! Eine gewisse Schwierigkeit besteht natürlich darin, nach Jahren ohne Matchpraxis direkt wieder erfolgreich zu sein. Vielleicht ist er dann ja doch wahr, der Mythos der Unbesiegbarkeit!

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