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Lieber schlechte als keine Tennisbälle

Lieber schlechte als keine Tennisbälle

Dialog vor Spielbeginn:
Spieler 1: „Hast du Bälle?“
Spieler 2: „Ja, aber die sind nicht so gut.“
Spieler 1: „Ok, wir nehmen deine.“
Der klassische Dialog vor einem Trainingsspiel, wenn wieder gilt: Lieber schlechte als keine Tennisbälle.

Tennis ist, wie wir alle wissen, ein sehr taktischer, strategischer und mentaler Sport. Das fängt nun mal schon vor Spielbeginn an. Bevor der Gegner feststellt, dass man gar keine Bälle dabei hat, fragt man fix nach dessen Bällen. Tennisbälle, die bereits 2 Jahre auf dem Buckel haben, gelten in diesem Fall als nicht vorhanden. Das fühlt sich nämlich so an als würde man mit einer Saite aus Baumwolle Tennis spielen.

Tennisbälle werden mitunter gehütet als wären sie das eigene Kind. Mit leichten Anfällen von Panik, wenn Regenwolken aufziehen, die die Bälle durchnässen könnten. Sie sollen schließlich möglichst lange hart und damit gut spielbar sein. Für gewisse Anlässe bekommt man natürlich Bälle gestellt. Das gilt für Vereinsmeisterschaften, Medenspiele oder natürlich Turniere. Wobei man hier unterscheiden muss. Für Medenspiele und Turniere gibt es i.d.R. neue oder kaum bespielte Tennisbälle. Der Status der Tennisbälle bei den Vereinsmeisterschaften neigt sich meist hin zu: Die haben schon einen Sommer gesehen. Dies entspricht dem Status der Bälle von Spieler 1.

Aber was ist nun mit Spieler 2. Hier gibt es im Grunde zwei Möglichkeiten. Bei Variante 1 haben die Bälle bereits mindestens 1 Sommer gesehen, ähnlich der Bälle der Vereinsmeisterschaften. Spielbar? Ja. Gut spielbar? Eher nein. Variante 2 ist etwas diffiziler. Hier ist davon auszugehen, dass Spieler 2 nicht nur schlechte Bälle in der Tasche hat, sondern eher gar keine. Daher ist es geschickt eingefädelt, nach denen Bällen von Spielern 1 zu fragen. Denn lieber schlechte Tennisbälle als keine.

Aber hab ich das jetzt wirklich gerade so ausführlich erklärt? Amateur-Schreiber passt wohl eben zu Amateur-Tennisspieler. Hauptsache ich mach keinen Doppelpunktfehler.

Ein Gedanke zu „Lieber schlechte als keine Tennisbälle“

  1. Pingback: Bierwechsel | Amateur-Tennis - Spiel Satz und Leistungsklasse

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